live-life-loud

Der Metal-Kalender für 2017!   Der Metal-Kalender für 2017!

Der Heavy - Metal - Jahreskalender 2017

Tom Angelripper - Sodom, Onkel Tom
 

Tom Angelripper

Tom Angelripper wurde 1963 unter dem bürgerlichen Namen Thomas Such in Gelsenkirchen geboren. Eine Berufswahl hatte er deshalb nicht wirklich. Im Pütt geboren bedeutete damals auf Zeche zu gehen. Zehn Jahre arbeitete er als Grubenschlosser unter Tage bis er sich professionell der Musik widmete. Bis dahin verging allerdings noch viel Zeit.

Es war die Black-Metal Band Venom mit der "Welcome to Hell", welche Tom musikalisch mit dem Einzug des New Wave of British Heavy Metal muskalisch beeinflußte. Ab da stand für ihn fest, dass er Musik machen wollte. Er wollte eine Band gründen, die schneller, härter und lauter als alle bis dahin gewesenen Bands waren. Allerdings musste er ab dem Zeitpukt ersteinmal das Bassspielen erlernen. 1982 gründete er mit Frank „Aggressor“ Testegen und Chris Witchhunter die Band Sodom. Die Inspiration für den Bandnamen basiert auf dem Film "Die 120 Tage von Sodom". So wurde schnell ein eindrucksvoller Name gefunden. Das erste Album "Obsessed by Cruelty" erschien 1986. Eine qualitativ eher minderwertige Produktion. Sodom wurde anfangs nicht richtig ernst genommen und Magazine wie der Metal Hammer boykotierten sogar, über diese Band zu schreiben. Mit dem Wechsel zu dem neuen Produzenten Harris Johns gelang Sodom ein qualitativer Quantensprung bzgl. der Aufnhame des zweiten Albums "Persecution Mania". Dieses katapultierte die Band nach vorne. Der absolute Durchbruch gelang Sodom mit der "Agent Orange". Dieses war der Zeitpunkt an dem Tom beschloss sich ausschließlich professionel der Musik zu widmen. So entstanden bis heute vierzehn Studioalben und vier Live-Alben. Zahlreiche ausverkaufte Konzerte sind das Zeugnis für den erfolgreichen Weg der Band. Der Weg war für Mastermind Tom Angelripper nicht immer einfach, da die Band zahlreiche Musiker immer wieder ersetzen musste. Ein kontinuierliches Line-Up war nie wirklich gegeben. Tom ließ sich nicht beirren und zog sein Ding von Anfang an bis heute erfolgreich durch. Er ist es, der Sodom verkörpert. Er ist Sodom. Tom konzentriert(e) sich nicht nur auf Sodom. 1996 erschien unter dem Bandnamen Onkel Tom das Album "Ein schöner Tag". Hier wurden trinkfreudige Schlagerlieder in den Heavy Metal überführt. Bis heute sind 8 deutschsprachige Studioalben entstanden.

Die gesamte Chronik von Sodom ist auf den beiden unvergleichbaren DVD´s "Lords of Depravity Pt.1 und 2" filmisch festgehalten. Hier sind viele unveröffentlichte Fotos und Filmaufnahmen zu sehen. Sämtliche Informationen rund um die Band werden von Tom und den ehemaligen Musikern unverfälscht wiedergeben. Die beiden DVD´s haben eine Spielzeit von knapp 7 Stunden und ist absolut empfehlenswert. Eine bisher nie dagewesene umfangreiche Dokumentation einer Band.

Tourdaten

Links

Discografie


Tom Angelripper - Sänger, Bassist - Sodom -

Was denkst Du über das Projekt Live-Life-Loud ?
Finde das Projekt genial. Warum immer nur Pirelli Kalender?Jetzt sind die Metaller auch mal dran, und das alles auch noch für einen guten Zweck. Bin begeistert und dabei ;)
Dein Lieblinksdrink vor und auf der Bühne?
Diebels Alt und Jack Daniels/Cola.
Wann war Dein erster Vollrausch?
Mit 14. Ein Kollege und ich hatten uns im Aldi eine Flasche Wodka und ein Tetra Pack O_Saft geholt und uns auf dem angrenzenden Spielplatz reingeschraubt. Das hängt mir bis heute noch nach. Kann mir seit dem kein Wodka (zumindest das Zeug was wir in Europa so kennen…) mehr einverleiben und meide es wie der Teufel das Weihwasser.
Erster Song/ Band der/ die Dich zum Heavy-Metal brachte?
Meine Schwester hörte immer T-Rex, Slade, Sweet und The Hollies u.Ä.. Da fing ich an mich für Rockmusik zu interessieren. Aber meine erste gekaufte LP war „Rainbow-Rising“. Später bekam ich das erste Venom Album, das war dann auch die Initialzündung, eine eigene Band zu gründen.
Hast Du mal eine Power Ballade über Deine Freundin/Frau geschrieben?
Nein…was ist denn eine Powerballade?!?!?!?
Hast Du Lampenfieber vor der Show?
Ja, immer noch. Und das ist gut so, denn es gehört dazu. Es sind natürlich auch immer die Bedenken, ob die Technik und die eigene Konstitution durchhalten. Früher haben wir uns den Lampenfieber weg geschüsselt, aber das machen wir heute (fast) gar nicht mehr.
Was geht in Dir vor, wenn das Publikum nach Zugaben ruft?
Schon wieder Bombenhagel? Nein, es ist ein tolles Gefühl. Das sind genau die Momente, für die man lebt und so viel gearbeitet hat. Das gibt uns immer viel Kraft und Zuversicht für die kommenden Aufgaben.
Wie denkst Du über Nightliner?
Ich hasse sie. Ich fühle mich wie im Knast und immer gezwungen, meinen Tagesablauf anzupassen und neu zu organisieren. Echt schlimm, aber es ist oftmals die einzige Möglichkeit, einigermaßen bequem längere Strecken zu bewältigen….ein notwendiges Übel…
Lustigstes/Schlimmstes Erlebnis auf Tour?
Zu viele. Siehe LOD Part 1….
Wann war Dein erster Auftritt und wie verlief er?
Das war 1984 in Frankfurt, konnte mich aber selbst nur einen Tag danach nicht mehr daran erinnern….muss aber grauenhaft gewesen sein, so wurde mir berichtet.
Wie hieß Deine erste Band?
SODOM!!!!!
Von wem wurdest Du musikalisch beeinflusst?
Ganz klar, Lemmy! Ohne ihn wäre ich wahrscheinlich Bergmann geblieben, aber auch mittlerweile im Vorruhestand … das würde so gar nicht zu mir passen ;)
Welcher Rockstar möchtest Du mal eine Woche lang sein und warum?
Keiner, ich möchte immer nur ich selbst sein. Glaube auch nicht, dass die ganz Großen immer ein Leben nach ihren eigenen Wünschen führen können. Ich glaube, je bekannter und größer du bist, desto weniger Entscheidungen kannst du selber treffen…
Wie hast Du auf den ersten Plattenvertrag reagiert?
Wir konnten es ehrlich gesagt nicht glauben, aber man gab uns die Chance und wir haben sie genutzt. Das Glück war auf unserer Seite und einer der schönsten Tage die ich im Zusammenhang mit der Musik erleben durfte.
Hattest DU jemals Zweifel, dass es ein Fehler war Musik zu machen?
Niemals. Meine Eltern waren natürlich nicht sehr begeistert, als ich meinen Job auf der Zeche aufgegeben hatte. Dieses Risiko war auch damals schon unkalkulierbar. Ich hatte halt immer Glück mit der richtigen Musik am richtigen Ort und Zeit zu sein und die Chancen Platten zu produzieren und live zu spielen waren gegeben.
Wie siehst Du den Heavy-Metal mittlerweile? Was würdest Du ändern?
Es ist einfach alles zu viel und zu unübersichtlich geworden. Jeder versucht natürlich ein wenig vom großen Kuchen ab zu bekommen. Jeden Monat gibt es unzählige Neuerscheinungen. Früher war Metal immer etwas Besonderes und revolutionäres, etwas für Unangepasste. Das hat sich leider mittlerweile geändert und der Spirit der 80er wird immer etwas sein, worüber man nur noch reden kann…
Was würdest Du heute als musikalischer Anfänger anders machen?
Ich würde alles genau so wieder machen, kann aber jungen Musikern heutzutage nicht raten, alles für die Musik aufzugeben, sondern weiterhin die Schule, Ausbildung, Studium etc. durch zu ziehen.
Was war Dein schlimmstes Catering auf Tour?
Einmal stand auf der „Speisekarte“ Spinatsuppe. Da hatten sie einen 500gr Block Rahmspinat mit 5 Liter Wasser aufgefüllt….da gab es tumultartige Szenen im Backstageraum. In einem Berliner Club gibt es traditionell immer Nudeln mit Gulasch. Einer unserer ehemaligen Crewmitglieder war aber Vegetarier und man bot ihn an, einfach den Gulasch weg zu lassen….den Spruch hatte er nie mehr von sich gegeben.
Groupies. Gibt Sie wirklich im Hard´n Heavy?
Na klar, gibt es die. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden, ob er diese Angebote annimmt oder eben nicht. Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad und mit einem einigermaßen passablen Aussehen kann man sich auf Tour mal so richtig austoben.
Welche Band würdest Du als "Die Heavy Metal Band" schlechthin bezeichnen? Und Warum?
Ganz klar. Falls mich mal jemand fragt, welche Band er sich zum ersten mal anhören soll um Metal Fan zu werden….sage ich: Judas Priest. Das war Metal in Reinkultur.
Was würdest Du an der Welt verändern, wenn Du könntest/ Dürftest?
An der Welt in der wir leben, würde ich einiges verändern. Aber dafür ist es eh zu spät. Die Welt befindet sich zurzeit in einer Sackgasse, aus der wir nicht wieder umkehren können. Ich befürchte für die nächsten Jahre das Schlimmste, was die Menschheit jemals erlebt hat…
Welche Botschaft möchtest Du der Welt mitteilen?
Legt die Waffen nieder und hört auf die Botschaften des Friedens…bevor es zu spät ist!
Webdesign von Design-KS.de aus Markkleeberg